EAK Rundbrief Oktober 2021

Lieber Leser*innen

es ist eine Zeit von Umbrüchen: Die Bundestagswahl brachte manche Überraschung, auch die Wahl der jüngsten Präses der Synode der EKD, Anna-Nicole Heinrich, im Mai 2021 ist noch nicht allzu lange her. Daneben rücken im Zuge der Sparmaßnahmen auch nicht einfache Umbrüche und Umstrukturierungen kirchlicher Institutionen, auch der Evangelischen Friedensarbeit, näher.

In die Zeit von großen Umbrüchen ist auch für mich die Zeit eines Umbruchs gekommen: Drei Jahre ist es nun her, dass meine Zeit als Referent der EAK als Elternzeitvertretung begonnen hat. Es war eine Zeit, die geprägt war von Covid-19 und damit auch vielen Veränderungen von Altbekanntem und bisherigen Vorstellungen und Planbarkeit: Ob durch Lockdowns und Mobiles Arbeiten, dem Erstellen und Anpassen von Hygienekonzepten, dem Verschieben von Veranstaltungen wie der Vollversammlung des Ökumenischen Rates des Kirchen oder des Ökumenischen Kirchentags in den digitalen Raum, häufig ließ sich die Zeit einordnen mit dem Absatz aus Bertold Brechts Gedicht: „Ja, mach nur einen Plan! Sei nur ein großes Licht! Und mach dann noch’ nen zweiten Plan. Gehn tun sie beide nicht.

Doch auch wenn manche Pläne geändert werden mussten, bin ich froh, dass auch manches gelungen ist. Ein Beispiel ist die Ausstellung „GRENZERFAHRUNGEN. Wie Europa gegen Schutzsuchende aufrüstet“. Diese ist seit einiger Zeit als Plakatversion sowie an fünf Orten mit Trägersystem auszuleihen, dazu gibt es einiges an Begleitmaterial: Neben der EAK-Publikation „Gegen Rüstungsexporte und Migrationsabwehr“ gibt es neu erstellte gemeindepädagogische Materialien zur Ausstellung sowie bald auch Bildungsmaterial für junge Menschen, sowohl in Spielform als auch als Workshopwoche für mehrere Gruppen. Dazu wird es ab Ende Oktober/Anfang November auch eine Publikation zur Vertiefung geben, in der das System der Abschottung aus weiteren Perspektiven beleuchtet wird. Sie finden/ihr findet alle Materialien unter www.grenz-erfahrungen.de.

Die Beschäftigung mit diesen Themen zeigte mir aber auch immer wieder, in welchem Privileg die meisten von uns in Deutschland, auch ich, leben: An nahezu jedem Tag der letzten Monate – und auch weiterhin – wurde mindestens ein Pushback mit Gewalt durchgeführt, nicht selten mit Rüstungsgütern, Schiffsmotoren und Technik aus Deutschland. Dass durch die Abschottung der Europäischen Union vielen Menschen dabei nicht nur der Tod droht, sondern Tote ganz real eine Folge sind, zeigen die Medienberichte der letzten Tage nochmal sehr deutlich: Ob heute an der libyschen Küste, den Balearen oder auf dem Weg zu den Kanarischen Inseln – es gibt bereits mehr als Tausend Tote alleine in diesem Jahr. Auch das gehört für mich in den Rück-, wie auch Ausblick hinein.

Am 23. September hat meine Zeit bei der EAK geendet. Es war eine intensive, lehrreiche und besondere Zeit, dafür will ich Ihnen und Euch danken: Für Gespräche und Planungen, für das Begleiten und Durchführen von Projekten und Veranstaltungen. Und das Ganze in einem besonderen Team mit Maike Rolf, Wolfgang Burggraf, oft auch Michael Nann – auch an Euch einen herzlichen Dank!

Meine Zeit bei der EAK ist nun vorbei, ich gehe von Bord, werde aber in der friedenspolitischen Arbeit zu Rüstungsexporten, Migration und Aufrüstung freiberuflich weiterhin aktiv bleiben. Dafür bin ich unter weber (Punkt) max (at) posteo (Punkt) de   zu erreichen.

Schön ist, dass es keine Leerstelle bei der EAK geben wird, sondern der Nachfolger von Maike Rolf und mir bereits gefunden und schon an Bord gekommen ist: Michael Kettelhoit wird sich Ihnen und Euch im nächsten Newsletter vorstellen und Valerie Schmiegelt in den nächsten zwei Jahren ihres Sonderurlaubs vertreten.

Ich wünsche Dir Michael Kettelhoit, Ihnen und Euch alle notwendige Kraft und Energie, um weiter an einen ganzheitlichen Frieden zu arbeiten: Ob im Sichtbarmachen und Vernetzen von Friedensarbeit, ob im Schaffen von Empörung und Benennen von Unrecht, ob bei der Arbeit allein, mit Einzelnen oder Vielen.

Mit dankbaren Grüßen
Max Weber

 

P.S.: Schauen Sie doch auch gelegentlich hier rein:

https://www.evangelische-friedensarbeit.de/dokumente
Dort gibt es momentan neue Artikel von Friedhelm Schneider.

Und hier:
https://www.evangelische-friedensarbeit.de/aktuelles/termine-konferenzen

Dort finden Sie immer die aktualisierten Termine.

 

07/10/2021

AGDF
40 Jahre Hofgarten-Demonstration: „Friedensbewegung hat Weg für Atomwaffenverbotsvertrag geebnet“
Es war die bis zu diesem Zeitpunkt größte Demonstration, die die Bundesrepublik Deutschland erlebt hatte. Am 10. Oktober 1981 kamen rund 300.000 Menschen im Bonner Hofgarten zusammen, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Sie stand unter dem Motto: „Gegen die atomare Bedrohung gemeinsam vorgehen“. Veranstalter waren die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF).

 

27/09/2021

Evangelische Landeskirche in Baden
Plädoyer für eine „deeskalierende Sicherheitsarchitektur“ zur Eindämmung der Gewalt
Für ein Konzept nachhaltiger, zivil-polizeilicher Sicherheit hat die frühere Verteidigungsministerin der Zentralafrikanischen Republik (ZAR), Marie-Noelle Koyara (Bangui, ZAR) plädiert. Koyara war Referentin bei der Tagung „Weltinnenpolitik und Internationale Polizei - Von militärischer zu ziviler und polizeilicher Sicherheitspolitik“ der Evangelischen Akademie Baden in Bad Herrenalb.

 

26/09/2021

AGDF
AGDF: Für neue Bundesregierung muss Frieden, Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung Priorität haben
Angesichts der dramatischen Veränderungen in der Welt fordert die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) von der künftigen Bundesregierung die Entwicklung von Alternativen. „Der Einsatz für Frieden, mehr Gerechtigkeit und die Umsetzung der UN-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung muss für die neue Bundesregierung Priorität haben“, heißt es in einer von der AGDF-Mitgliederversammlung in Wetzlar verabschiedeten Resolution zu den Erwartungen christlicher Friedensdienste an die neue Bundesregierung.

 

25/09/2021

AGDF
AGDF: Gefahr des Rechtspopulismus wahrnehmen, aber auch geeignete Gegenstrategien entwickeln
Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat bei ihrer Mitgliederversammlung in Wetzlar auf die Gefahren eines wachsenden Rechtspopulismus hingewiesen, gleichzeitig aber auch die Notwendigkeit der Entwicklung von geeigneten Strategien unterstrichen, solchen Tendenzen zu begegnen, da Rechtspopulismus nach Ansicht des Friedensverbandes eine Gefahr für demokratische Grundwerte und demokratische Meinungsbildung darstellt.

 

25/09/2021

AGDF
AGDF fordert von Politik und Kirchen Konsequenzen aus dem gescheiterten Afghanistan-Militäreinsatz
Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat von der Politik, aber auch den Kirchen klare Konsequenzen aus dem gescheiterten Militäreinsatz in Afghanistan gefordert.

 

18/09/2021

Evangelisch-Lutherische Kirche Norddeutschlands
Nordkirche: Lerngemeinschaft als friedenspolitisches Modell
Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, die in Lübeck-Travemünde tagt, beschließt Grundsatzpapier zum Thema Frieden.

 

17/09/2021

Evangelische Friedensarbeit
EH Freiburg startet Masterstudiengang Friedenspädagogik
Die Evangelische Hochschule Freiburg betritt Neuland: Der Master Friedenspädagogik/ Peace Education ist der erste friedenswissenschaftliche Studiengang in Deutschland mit dezidiert pädagogischem Schwerpunkt.

 

10/09/2021

Evangelische Friedensarbeit
Brahms: Terroranschläge von 2001 haben vieles verändert
Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms, hat 20 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 an die Opfer in den USA erinnert, aber ebenso an die Opfer des sogenannten Kriegs gegen den Terror.

 

09/09/2021

Church and Peace
Church and Peace setzt sich mit dem Thema „Gottesbilder und Gewalt(freiheit)“ auseinander
Mit dem Thema „Gottesbilder und Gewaltfreiheit“ hat sich die Mitgliederversammlung und internationale Konferenz von Church and Peace vom 3. bis 5. September 2021 befasst. Bedingt durch die Covid-19-Pandemie fand die Konferenz online statt mit zeitweilig über 100 Teilnehmenden aus ganz Europa, aber auch aus Mozambique, Burkina Faso, Togo und Indien. Sie setzten sich mit Hierarchien, Dominanz, Unterdrückung und Gewalt – sei sie strukturell, spirituell oder persönlich – auseinander. Es ging darum zu klären, wie sehr die religiösen Prägungen zu tun haben mit Gewalt, Rassismus und Sexismus, wie Gottesbild und Sprache verbunden sind und wie Sprache öffnet oder festschreibt.

 

04/09/2021

EAK
EAK: Landes- und freikirchliche Friedensarbeit muss gestärkt werden

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für KDV und Frieden (EAK) hat bei ihrer Herbsttagung in Friedensau in der Nähe von Magdeburg die Bedeutung und auch die Notwendigkeit der landes- und freikirchlichen Friedensarbeit betont und sich dafür ausgesprochen, diese zu stärken.

 

03/09/2021

EAK
Brahms: Frieden gehört zum Kern der christlichen Botschaft
„Frieden gehört zum Kern der evangelischen Kirche und der christlichen Botschaft.“ Dies betonte der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche (EKD), Renke Brahms, bei der Herbsttagung der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für KDV und Frieden (EAK) in Friedensau.

 

03/09/2021

EAK
EAK wählt neues Leitungsgremium
Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für KDV und Frieden (EAK) hat bei ihrer Herbsttagung in Friedensau (Sachsen-Anhalt) ihr Leitungsgremium für die kommenden drei Jahre neu gewählt.

 

 

 

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Mit herzlichen Grüßen,
Michael Kettelhoit
Referent der EAK

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