Widersprüchliche Werbekampagne - Ein kritischer Blick auf die Bundeswehr-Serie „Die Rekrutinnen“

Informationsstelle Militarisierung

(5.06.2020) Ende letzten Jahres erschien auf dem Youtube-Kanal „Bundeswehr Exclusive“ die mittlerweile achte Serie der Bundeswehr. Hierbei besinnt sich der Kanal, nach den eher kriegerisch angelegten Serien „Mali“, „KSK“ und „Survivial“ sowie Kurzserien für ein eher kleines Zielpublikum, wieder auf seine Anfänge („Die Rekruten“). Rund 7 Mio. Euro[1] hat die Bundeswehr in „Die Rekrutinnen“ investiert, um nun insbesondere den weiblichen Teil der Bevölkerung anzusprechen. Schon in den vergangen Staffeln wurden Frauen als Akteurinnen gezeigt (abgesehen von „KSK“ und „Die Springer“), doch schien das als Werbemaßnahme nicht zu genügen. „Die Rekrutinnen“ soll „Vorurteile abbauen und junge Frauen ermuntern, zu uns zu kommen.“, wie Christina Routsi, Sprecherin des Verteidigungsministeriums, erklärte.[2] Wie undurchdacht diese Idee war, zeigt nicht nur der unkreative Titel, sondern auch die Serie selbst.

Schon die erste Hürde, ausreichend Frauen zu finden, die als Werbebotschafterinnen zu Verfügung stehen, konnte nicht genommen werden. So ist im Trailer von sieben jungen Frauen[3] die Rede, die die Zuschauer*innen in der Serie begleiten werden. Die Serie selbst zeigt allerdings eine gemischte Ausbildungsgruppe mit vier Frauen und drei Männern. Die vier Rekrutinnen werden zu Beginn der Serie in „Homestories“ vorgestellt. Darin erzählen die zwischen 18 und 20 Jahre alten Frauen von ihrer Motivation, zur Bundeswehr zu gehen und sind dabei gleichzeitig direktes Sprachrohr für die Werbeslogans der Bundeswehr. Melanie will an ihre Grenzen kommen, Enny sieht die Bundeswehr als Chance, die Welt zu entdecken und Lea möchte zur Bundeswehr, um sich selbst kennenzulernen.
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Nina Rupprecht/IMI-Analyse 2020/24

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