Türkei: „Der Widerstand für Gerechtigkeit und Frieden muss gewaltfrei sein“

Connection e.V.

Auf einer Veranstaltung von Connection e.V., DFG-VK Frankfurt und dem DFG-VK Bildungswerk Hessen referierte Halil Savda zum bewaffneten Widerstand in der Türkei und Syrien, zur aktuellen Situation in der Türkei, zu Perspektiven des Zivilen Ungehorsams und zur Kriegsdienstverweigerung. Wir dokumentieren sein Skript. (d. Red.)

Bewaffnete Übergriffe oder andere Formen von Gewalt auf der ganzen Welt sind die ersten Nachrichten des Tages. Gewalt ist das Hauptproblem von heute wie gestern. Und immer wieder ist die grundlegendste Frage: Ist die Sprache mächtiger oder die Sprache der Macht? Ich werde heute nach Antworten darauf suchen.

Gewalt ist die schrecklichste Handlung, die der Mensch gelernt hat und die jeden Tag reproduziert wird. Sowohl Frauen als auch Männer entwickeln mit großem Aufwand Mittel um Gewalt anzuwenden. Krieg ist eine Form der Barbarei.

Mit der Kriegsbegeisterung, mit Kriegstrommeln und Todesfallzahlen wird jeder Wille ausgelöscht. Was geschieht, wenn der eigene Wille verschwindet? Erst entsteht ein Versprechen. An wen? Dies ist manchmal ein Regierungsgremium, manchmal ein Generalsekretär, manchmal eine Person. Diese Person oder Gruppe führt Krieg im Namen der Gesellschaft. Sie beansprucht, den Krieg für die Gesellschaft fortzuführen. Aber dies ist eine Lüge; Krieg bringt der Gesellschaft nichts. Krieg macht entweder die Menschen arm oder gewissenlos.
(von Halil Savda)

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Halil Savda: Skript für die Veranstaltung am 18. November 2019 in Frankfurt am Main. Die Veranstaltung wurde organisiert von Connection e.V., DFG-VK Frankfurt und DFG-VK Bildungswerk Hessen in Frankfurt am Main. Der Beitrag wurde veröffentlicht in: Connection e.V. (Hrsg.): Rundbrief »KDV im Krieg«, Ausgabe Dezember 2019.