Sanitätsoffizier-Anwärter darf Kriegsdienst verweigern

Ein Sanitätsoffizier-Anwärter der Bundeswehr aus Rheinland-Pfalz hat gerichtlich seine Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer durchgesetzt. Das Mainzer Verwaltungsgericht gab am Freitag einer Klage des Leutnants statt, dessen Antrag zunächst abgelehnt worden war. (AZ: 4 K 136/15.MZ)

In der mündlichen Verhandlung hatte der Mann dargelegt, dass er sich zunächst ein falsches Bild von der Bundeswehr gemacht habe. Die Entscheidung für eine Laufbahn als Offizier des Sanitätsdienstes habe er 2008 nach Berichten über Hilfseinsätze bei der Tsunami-Katastrophe in Südasien getroffen. Außerdem habe er geglaubt, auch in Afghanistan helfe die Bundeswehr beim Aufbau eines Gesundheitswesens.

"Man geht aber nicht als Arzt, sondern als Soldat in den Einsatz", sagte er in der mündlichen Verhandlung. "Man ist bewaffnet, nimmt an Patrouillen teil und gegebenenfalls auch an Gefechten." Noch vor Ende seiner Arztausbildung sei ihm bewusst geworden, dass die Existenz von Sanitätsärzten Militäreinsätze erst ermögliche. Daran habe er nicht mehr teilnehmen wollen und können.

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