Pressemitteilung EKD-Friedensbeauftragter Renke Brahms: Rüstungsexporte dürfen nicht verdoppelt, sie müssen reduziert werden

Der deutliche Anstieg deutscher Rüstungsexporte ist auf scharfe Kritik des Friedensbeauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, gestoßen. „Es ist in meinen Augen ein Skandal, dass Deutschland mit diesen Exporten dazu beiträgt, dass Konflikte in der Welt entstehen, fortgeführt oder verschärft werden“, betonte Brahms, der auch der Leitende Geistliche der Bremischen Evangelischen Kirche ist. Der EKD-Friedensbeauftragte reagierte damit auf Medienberichte, wonach sich laut dem am kommenden Mittwoch vom Bundeskabinett zu verabschiedende Rüstungsexportbericht für 2015 im vergangenen Jahr die deutschen Rüstungsexporte gegenüber 2014 nahezu verdoppelt haben.

„Rüstungsexporte tragen zur Friedensgefährdung bei. Sie dürfen nicht ausgeweitet, sondern sie müssen drastisch reduziert werden“, machte Renke Brahms deutlich. Es reiche nicht aus, wenn die Bundesregierung in Erklärungen immer davon rede, Rüstungsexporte zu begrenzen, wenn am Ende die Ausfuhrgenehmigungen doch so stark steigen würden. „Hier müssen den Worten dann auch erkennbare Taten folgen“, so der EKD-Friedensbeauftragte.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie unter: www.evangelische-friedensarbeit.de.