Krisenregion Westbalkan Wie kann sich Europa stärker engagieren?

Internationale Konferenz an der Evangelischen Akademie Loccum

Ort: 

  • Evangelische Akademie Loccum

Datum: 

14.05.2018

14.-16. Mai 2018 (Montag-Mittwoch)
wie kann Europa die Krisenregion Westbalkan stabilisieren, tiefgreifende Demokratisierung vorantreiben und reformorientierte Kräfte stärken? Diese internationale Tagung mit ExpertInnen und PraktikerInnen aus den Westbalkan-Län­dern und der EU stellt diese Frage in den Fokus und sucht nach Antworten.

Jahrelang hat Europa den Nicht-EU-Ländern des Westbal­kans – Albanien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Mazedo­nien, Montenegro und dem Kosovo – wenig Aufmerksamkeit entgegengebracht. Seit Kurzem steht die Region aber wieder voll im Fokus. EntscheidungsträgerInnen quer durch Europa ha­ben jüngst zu stärkerem Engagement auf dem Westbalkan aufgerufen. Nach Jahren der Zurückhaltung unternimmt die Europäische Union nun zügig konkrete Schritte, um die Be­ziehungen mit der Region zu vertiefen. Die im Februar 2018 vorgestellte neue EU-Strategie für den Westbalkan läutet eine neue Erweiterungsrunde ein und benennt das Jahr 2025 als frühestmöglichen Zeitpunkt, zu dem Serbien und Montenegro – als die beiden ersten Beitrittskandidaten der Region – Mitglied der EU-Familie werden könnten.

Europas wiedererwachtes Interesse an seiner unmittelba­ren Nachbarschaft kommt nicht von ungefähr. Seit einigen Jahren finden auf dem Westbalkan vermehrt besorgniserre­gende Entwicklungen statt. Demokratisierungsprozess und Pressefreiheit sind rückläufig. Autoritäre Formen der Regie­rungsführung verfestigen sich. Auch 20 Jahre nach den Bal­kan-Kriegen bestehen ethnisch-nationalistische Spannun­gen fort. Glorifizierungen von Kriegsverbrechern und anta­gonistische Interpretationen der Vergangenheit sind weit­verbreitet. Die angespannte ökonomische Lage ist vor die­sem Hintergrund gefährlicher Nährborden für das Wieder­aufflammen von extremistischen Trends. Das verstärkte In­teresse externer Mächte – wie Russland oder die Türkei – an dieser Region verkompliziert die Situation zusätzlich.

Wie Europa in dieser Lage aktiv werden kann, wollen wir ge­meinsam erörtern.

Anmeldung unter http://www.loccum.de/programm/anmeldung.html oder per E-Mail an Frau Miriam Kamber (Miriam.Kamber [at] evlka.de).