Für ein Europa als Friedensprojekt und nicht als Militärmacht - Mehr als 100 Organisationen rufen zur Rettung des Friedensprojekts Europa auf

AGDF

Eine Woche vor den Wahlen zum Europäischen Parlament ruft ein breites Bündnis von 108 Organisationen und Institutionen aus 12 europäischen Ländern, darunter auch die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und mehrere AGDF-Mitgliedsorganisationen, zur Rettung des Friedensprojekts Europa auf. Mehr als 12.000 Menschen haben den Aufruf ebenfalls bereits unterzeichnet.

Das Friedensprojekt Europa müsse mehr sein als eine wohlklingende Worthülse im Wahlkampf. Bei der Wahl am 23. bis 26. Mai stehe auch der zukünftige Charakter der Europäischen Union auf dem Spiel: „Wir sind überzeugt, dass die Europäische Union die Herzen ihrer Bürgerinnen und Bürger nur als Friedensprojekt und nicht als Militärmacht gewinnen wird“, erklären die Unterzeichnenden.

Konkret fordern sie die Abgeordneten dazu auf, geplante Milliardeninvestitionen der Europäischen Union in Rüstungsforschung und Militärkooperationen mit Drittstaaten eine Absage zu erteilen und stattdessen mehr in die Förderung des Friedens und der Menschenrechte zu investieren. Die EU dürfe keine Staaten aufrüsten, die Krieg führen oder Menschenrechte verletzen. Friedensförderung dürfe nicht der Abwehr von Flucht und Migration zum Opfer fallen.

Unter den Unterzeichnenden sind viele Verbände der Friedensbewegung, Kirchen und kirchliche Organisationen, die Hilfswerke Misereor und Brot für die Welt und die Umweltorganisation Greenpeace.

Noch bis zur Wahl am 23. bis 26. Mai 2019 sind alle Menschen in der Europäischen Union eingeladen, den Aufruf unter www.rettetdasfriedensprojekt.eu zu unterzeichnen. „Wir sind überzeugt, dass die Europäische Union die Herzen ihrer Bürgerinnen und Bürger nur als Friedensprojekt und nicht als Militärmacht gewinnen wird“, zitiert AGDF-Geschäftsführer Jan Gildemeister aus dem Aufruf.

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