Berufe(n) für den Frieden Aktuelle und zukünftige Herausforderungen einer Profession

Jahrestagung der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung

Ort: 

  • Evangelische Akademie Loccum

Datum: 

06.04.2018

Termin: 6.-8. April 2018
Seit den 1980er Jahren hat sich die zivile Konfliktbearbeitung als eigenständiges und wirkungsmächtiges Berufsfeld etabliert und schrittweise ausdifferenziert. Auf diesem Feld sind die Arbeitsbereiche, Karrierewege und beruflichen Profile heute vielschichtiger geworden. Qualifikationswege haben sich diversifiziert. Die Anforderungen durch die Konflikte sind inzwischen oft sehr hoch gesteckt, der Arbeitsalltag ernüchternd.

Aus verschiedenen Perspektiven stellen sich unterschiedliche Fragen an das Berufsfeld zivile Konfliktbearbeitung: Die Praktiker vor Ort fragen sich, ob die Projektzeit wohl ausreicht, um tatsächlich zu einer Veränderung des Konflikts beizutragen; die Freelancer wissen nicht, wie sie ihren Familienalltag nachhaltig planen sollen; die Personalverantwortlichen suchen dringend spezifisch erfahrene Mitarbeiter; die Professoren bemühen sich um ein strukturiertes interdisziplinäres Studium der Konfliktursachen und -prävention; die Abteilungsleiter sollen entscheiden, ob eher ein Länderschwerpunkt oder ein inhaltlicher Schwerpunkt die Arbeit effizienter und wirksamer macht; und die Politiker brauchen handfeste Argumente, warum es wichtig ist, den Etat der zivilen Konfliktbearbeitung massiv zu erhöhen.

Alle teilen sie das Ethos, die Welt zum „Besseren zu wandeln“. Wie aber wird dieser Anspruch umgesetzt? Was wird in Zukunft im Arbeitsfeld zivile Konfliktbearbeitung erforderlich sein? Ist ein stärkeres Community-Bewusstsein notwendig? Welche Konsequenzen werden aus dem Auseinanderklaffen von Ist- und Soll-Analysen gezogen? Und welche politischen Empfehlungen lassen sich ableiten?

Das zwanzigjährige Jubiläum der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung ist Anlass, um den Berufswelten der zivilen Friedensarbeit gründlich nachzugehen. Wir, die Veranstalter der Kooperationstagung – die Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, das Konsortium Ziviler Friedensdienst (ZFD) und die Evangelische Akademie Loccum – laden Engagierte aus dem zivilen Friedensdienst, der Menschenrechts- und Entwicklungszusammenarbeit, aus der Friedensbewegung und der Wissenschaft, aus Mediation und Bildung ein, sich und ihre Organisation in diese Tagung einzubringen.

Anmeldung unter http://www.loccum.de/programm/anmeldung.html oder per E-Mail an Frau Miriam Kamber (Miriam.Kamber [at] evlka.de ())

 

Anhang: