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Die Ausstellung „Kriegstod und Friedensvision – Kriegerdenkmäler im Wandel der Zeit“ stellt an zahlreichen Beispielen dar, wie sehr unsere Erinnerungskultur durch politische Intentionen geprägt ist. Die Denkmäler werden historisch eingeordnet und auf ihre Wirkung hin kritisch analysiert. Begleitet sind diese Betrachtungen durch Gedichte und Zitate, die zum Ersinnen von Friedensvisionen anregen. „Kriegstod und Friedensvisionen“ ermutigt, die häufig einseitigen Darstellungen des Kriegsgeschehens zu hinterfragen und alternative Gedenkorte zu schaffen.
Die Ausstellung ist kostenlos im gesamten Bundesgebiet ausleihbar – lediglich die Transportkosten müssen übernommen werden. Hier finden Sie eine ausführliche Beschreibung der Ausstellung.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum
Beauftragter für Friedensarbeit der Ev. Kirche in Mitteldeutschland
Diakon Wolfgang Geffe
Post: Am Dom 2
Büro: Hegelstr. 1
39104 Magdeburg
Tel.: 0391/5346-399
wolfgang.geffe@ekmd.de
www.oekumenezentrum-ekm.de/friedensarbeit/
Der UN-Waffenhandelsvertrag wurde Anfang April verabschiedet. Die Vollversammlung einigte sich auf das Abkommen mit nur 21 Enthaltungen, darunter Russland und China. Darin verpflichten sich die Staaten keine Waffen an Handelspartner zu exportieren, die diese für Völkermord, Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit einsetzen könnten. Außerdem müssen die Regierungen sicherstellen, dass ihre Waffen nicht auf Umwegen in solche gefährdeten Regionen geraten. Entgegen der ursprünglichen Überlegungen wurden nun auch Munition und Ersatzteile für Waffensysteme in die Ausfuhrkontrollen mit einbezogen.
Amnesty International hat lange für dieses Abkommen gekämpft und sieht in der Verabschiedung einen „historischen Moment“. In Europa wird es allerdings keine Veränderungen geben, da die dort geltenden Gesetze bereits strenger sind, als die UN nun vorschreibt.
Mehr Infos finden Sie hier auf N24.de.
Seit vergangenem Montag wird in der Vollversammlung der Vereinten Nationen erneut über das sogenannte „Arms Trade Treaty“ (ATT) diskutiert, welches einheitliche, laut UN „höchst mögliche internationale Standards“ für Geschäfte mit Kriegsgütern festschreiben soll.
Bisher können Händler alles verkaufen, was der Markt hergibt, denn es gibt keine internationale Konvention zur Kontrolle der Rüstungstransfers. Eigentlich sollte schon im letzten Juli über die neuen Richtlinien entschieden werden, doch blockierten die USA, Russland und China den endgültigen Beschluss. Beim nun vorliegenden Vertragsentwurf sehen Experten gute Chancen für eine mehrheitliche Zustimmung. Doch einige Schlupflöcher bergen die Gefahr eines „lauteren Kompromisses, mit dem der Waffenindustrie keine Fesseln angelegt werden“, erklärt Robert Lindner, Rüstungsexperte von Oxfam Deutschland. Er fordert auch den Einbezug von Munition und Ersatzteilen in das Abkommen.
Die Gespräche dauern noch bis zum 28. März an – dann soll das ATT verabschiedet werden.
Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.oxfam.de/informieren/waffenhandel
Und unter: http://www.nzz.ch/aktuell/international/neuer-anlauf-zur-regulierung-des-waffenhandels-1.18048748