Friedrich Siegmund-Schultze Förderpreis

Dieser Preis für gewaltfreies Handeln wird seit 1994 in unregelmäßigen Zeitabständen von der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) verliehen. Ziele der Preisverleihung und Voraussetzungen der Preisträger sind:

· Erinnerung „an das friedens- und sozialethische Wirken des evangelischen Theologen Friedrich Siegmund-Schultze (1885-1969)“,
· Aufspürung von „gute Taten in Sachen Friedensstiftung“,
· „Aufmerksamkeit auf Initiativen und Personen lenken, die Widerstand gegen Gewalt praktizieren und zum Friedenshandeln ermutigen“.

Gern können Sie für den Friedrich Siegmund-Schultze Förderpreis für Gewaltfreies Handeln spenden:

Sonderkonto EAK
Kto-Nr.: 10 65 66
Sparkasse Bremen BLZ 290 501 01

Eine Spendenquittung des Trägervereins EAK e.V. geht Ihnen umgehend zu, wenn Sie uns per Email Ihre postalische Adresse mitteilen.

Der Preis wird verliehen, wenn das Preisgeld von 6.000 Euro durch Spenden zusammengekommen ist. Als Symbol des Preises gilt der „Feuervogel.“ Preisträger waren
1994 das Antikriegszentrum Belgrad,
1995 an die deutsche Sektion der Peace Brigades International
1998 die israelische Friedensgruppe Jesch Gvul (übersetzt: "Es gibt eine geographische und moralische Grenze"),
2001 Connection e.V.
2004 War Resisters' International
2008 Military Counceling Network sowie Dorf der Freundschaft

Weitere Informationen zur Friedrich Siegmund-Schulze finden sie in Wikipedia: Friedrich Siegmund-Schultze

News 15.3.2013
Renke Brahms fordert friedensethische Leitlinien für Rüstung

In einer Diskussion zum geplanten Bau von Patrouillenbooten für das Königreich Saudi-Arabien kritisierte der Friedensbeauftragte der EKD die verstärkte Nutzung von Waffenexporten für die Außenpolit

In einer Diskussion zum geplanten Bau von Patrouillenbooten für das Königreich Saudi-Arabien kritisierte der Friedensbeauftragte der EKD die verstärkte Nutzung von Waffenexporten für die Außenpolitik - nach dem Motto: Berlin wolle sich vor Ort möglichst nicht mit eigenen Soldat/-innen einmischen, ermögliche aber in Deutschland die weltweit drittgrößten Waffenexportzahlen. „Damit  verschärfen wir eher die Situation, als dass wir zur Befriedung beitragen“, sagte Brahms. Er plädierte für Anreize, damit die Rüstungsproduktion in zivile Fertigung umgewandelt werde. Dazu zählen auch „rigide Beschränkung von Waffen-Exporten“ , so der Friedensbeauftragte vor einer Woche in einem Interview mit „der tageszeitung“ (taz).

In Brahms anderer Rolle, als Schriftführer der Bremischen Evangelischen Landeskirche, sind das klare Worte – denn die  Bremer Lürssen-Werft, welche die Patrouillenboote bauen wird, schafft  viele Arbeitsplätze im Raum der  Bremischen Evangelischen Kirche. Brahms fühlt sich „nie ganz frei von Gedanken an eventuelle Rücksichtnahme“ berichtet die taz. Der Spagat zwischen der Basisarbeit in Bremen und der Verteidigungspolitik mache bewusst „wie komplex die Situation ist und wie wichtig Konversions-Angebote sind“.  

Weitere Informationen und die Diskussion zum Anhören finden sie unter:

http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/nordwestradio_unterwegs/ruestungsproduktion100.html

Das  ganze Interview mit „der tageszeitung“ unter : http://www.taz.de/!112503/

News 8.3.2013
Verleihung des Göttinger Friedenspreises

Am morgigen Samstag wird zum 15. Mal der Göttinger Friedenspreis von der Stiftung Dr. Roland Röhl vergeben. Der diesjährige Preisträger ist Prof. Dr. Andreas Buro.

Am morgigen Samstag wird zum 15. Mal der Göttinger Friedenspreis von der Stiftung Dr. Roland Röhl vergeben. Der diesjährige Preisträger ist Prof. Dr. Andreas Buro. Als Politikwissenschaftler an der Goethe-Universität in Frankfurt zeichnete er sich besonders durch die Erarbeitung von zivilen Lösungsstrategien in internationalen Konflikten aus. Er gilt als einer der ersten bedeutenden Denker im Bereich der zivilen Konfliktbearbeitung. Als einer der Initiatoren der ersten Ostermärsche leistete er auch einen wichtigen praktischen Beitrag in der Friedensbewegung. Heute ist Andreas Buro Sprecher des Komitees für Grundrechte und Demokratie.

Der Friedenspreis wird gestiftet aus dem Nachlass des Göttinger Wissenschaftsjournalist Dr. Roland Röhls, der sein zentrales Anliegen zu Lebzeiten – die Konflikt- und Friedensforschung – auch nach seinem Tod zur Geltung verhelfen wollte.

Weitere Informationen zur Preisverleihung, seinem Stifter und Andreas Buro finden Sie hier.

News 1.3.2013
Aufhebung der Wehrpflicht in der Schweiz?

Nach der Volksbefragung in Österreich, wird nun auch in der Schweiz über die Zweckmäßigkeit der Wehrpflicht diskutiert.

Nach der Volksbefragung in Österreich, wird nun auch in der Schweiz über die Zweckmäßigkeit der Wehrpflicht diskutiert. In diesem Zusammenhang hat sich unter anderen die „Gruppe Schweiz ohne Armee“ (GSoA)  stark gemacht und initiierte die Volksinitiative  „JA zur Aufhebung der Wehrpflicht“, welche mit 106.995 gesammelten Unterschriften dazu führte, dass sich der Bundesrat, Nationalrat und Ständerat mit der Aufhebung der Wehrpflicht befassten.  Zwar blockierten die regierenden bürgerlichen Parteien eine Gesetzesänderung, doch ist der Stein ins Rollen gebracht. Bis Juni 2013 sollen Reformen zur Neugestaltung des Wehrdienstes ausgearbeitet werden.

http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/aussenpolitik/Auch-die-Schweiz-stimmt-bald-ueber-die-Wehrpflicht-ab;art391,1046845

Mehr zur Initiative der GSoA: http://www.gsoa.ch/themen/wehrpflicht/