Proteste gegen die Sicherheitskonferenz / Foto von Timo Vogt
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Friedenstheologie

Die EAK nimmt ihre Rolle als friedenstheologische Fachorganisation durch regelmäßige Mitgliederversammlungen, Vorstandssitzungen, Stellungnahmen und Studientage selbständig wahr. Sie gestaltet diese Arbeit auch im Auftrag des Friedensbeauftragten der EKD und der Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD und nimmt von diesen entsprechende Aufträge entgegen. Die EAK ist innerhalb des VfF federführend für die Unterstützung der Arbeit des Friedensbeauftragten des Rates der EKD zuständig und begleitet dessen Arbeit vor allem durch ihre Geschäftsstelle in Bonn.

 

Hinweisen möchten wir auf folgende Veranstaltung:

 

Anbei ein Hinweis auf eine Veranstaltung in Rendsburg am 8. Februar 2012, 19.30 Uhr, Christophorushaus mit einer brisanten Frage.


Unsere Ölversorgung militärisch sichern, darf ich das als Christ?


Unsere Ölversorgung militärisch sichern, darf ich das als Christ? Oder: Wie passen die Verteidigungspolitischen Richtlinien vom 18. Mai 2011 zur Friedensdenkschrift des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland vom Oktober 2007? Mit diesen beiden Fragen beschäftigt sich eine Veranstaltung des Zentrums für Kirchliche Dienste am 8. Februar.
Die westliche Welt und selbst die Volksrepublik China wurden zu Jahresbeginn aufgeschreckt durch die Drohung der Regierung des Iran, die Straße von Hormus für Öltanker militärisch zu sperren. China wies darauf hin, dass 40 Prozent des Ölbedarfs der Welt über diesen Seeverbindungsweg transportiert werden. Die am 18. Mai 2011 erlassenen Verteidigungspolitischen Richtlinien Deutschlands geben den Deutschen Streitkräften unter anderem den Auftrag „einen freien und ungehinderten Welthandel sowie den freien Zugang zur Hohen See und zu natürlichen Ressourcen zu ermöglichen“. Wie passt das zu den Christlichen Überzeugungen und der Friedensdenkschrift des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland vom Oktober 2007? Darüber sprechen als Gäste des Zentrums für Kirchliche Dienste Oberst i.G. Wendroth, Fachbereichsleiter Militärische Führung und Organisation an der Führungsakademie der Bundeswehr, und Prof. Volker Stümke, evangelischer Theologe und Dozent für Sozialethik an der Führungsakademie der Bundeswehr, mit allen Interessierten am Mittwoch, 8. Februar, um 19.30 Uhr im Christophorushaus Rendsburg.

Beitrag von Wolfgang Geffe zur "Passivität" der Pazifisten
News 10.2.2012

Wolfgang Geffe, stellvertr. Vorsitzender der EAK und Beauftragter für Friedensarbeit der Ev. Kirche in Mitteldeutschland hat auf www.eak-online.de einen Text zur gelegentlich unterstellten "Passivität" der Pazifisten geschrieben.

Der Titel seines Beitrages „Gewaltfreiheit ist der Gipfel der Tapferkeit“ bezieht sich dabei auf den Ausspruch von Mahatma Gandhi: "Gewaltfreiheit ist der Gipfel der Tapferkeit. Ich hatte keine Schwierigkeiten, Leuten, die in der Schule der Gewalt aufgewachsen waren, die Überlegenheit der Gewaltfreiheit zu beweisen. Als Feigling, der ich jahrelang war, hielt ich mich an Gewalt. Ich begann Gewaltfreiheit erst zu schätzen, als ich meine Feigheit aufgab." Unter: „Gewaltfreiheit ist der Gipfel der Tapferkeit“ finden Sie den vollständigen Text.

Wolfgang Geffe
Neuer Text der Quäker zum Menschenrecht KDV
News 16.1.2012

Im November vergangen Jahres hat Rachel Brett aus dem Quaker United Nation Office in Genf die Broschüre International Standards on Conscientious Objection to Military Service in aktualisierter Form vorgelegt.

Die Broschüre von Rachel Brett beschreibt unter anderem Internationale Menschenrechtsstandards für das Recht auf KDV aus Gewissensgründen. Der Text kann unter Quaker United Nations Office - Conscientious Objection 2011 abgerufen werden.

Säkular oder sakral?
News 14.12.2011

Zehn Jahre haben sich die Kirchen während der weltweiten Dekade zur Überwindung von Gewalt dafür eingesetzt, den Geist, die Logik und die Praxis der Gewalt theologisch zu delegitimieren.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) spricht sich in ihrer Friedensdenkschrift „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ deutlich für die vorrangige Option der Gewaltfreiheit aus und setzt dem rechtserhaltenden militärischen Gewaltgebrauch enge Grenzen. Daneben gehört es zur außen- und sicherheitspolitischen Maxime in Deutschland, die sicherheitspolitischen Interessen auch unter Androhung und Ausübung militärischer Gewalt durchzusetzen. Seit mehr als 10 Jahren befinden sich deutsche Soldaten im Auslandseinsatz und die Bundeswehr wird zu einer "Armee im
Einsatz" umgestaltet. In Afghanistan sterben deutsche Soldaten in einem Konflikt, der inzwischen auch als Krieg oder kriegsähnlicher Zustand bezeichnet wird. An den öffentlichen Trauerfeiern für die Gefallenen nimmt die Kirche teil. Bietet sie auch damit die religiöse Sinnstiftung für einen Einsatz, deren Sinn viele bezweifeln? Welche Erwartungen an die Kirche hat hier der säkulare Staat? Welche Aufgaben übernimmt dabei die Kirche? Im Anschluss an die Arbeitstagung der Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD laden wir am 24. und 25. Januar 2012 zu einem ersten theologischen Studientagung.