Die Friedensdenkschrift der EKD „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ aus dem Jahr 2007 beschreibt Bildung und Erziehung als Aufgaben auf dem Weg zum gerechten Frieden. Neben Kindertagesstätten, gemeindlicher Jugend- und Konfirmand/innenarbeit und Gottesdiensten werden hier kirchliche Schulen und Religionsunterricht als Arbeitsfelder für das Friedenshandeln der Kirche genannt. Eine Kirche, die aus Gottes Frieden und auf den Shalom hin lebt, muss ihre Verantwortung wahrnehmen und dafür sorgen, dass im Religionsunterricht, aber auch darüber hinaus in den Schulen allgemein, Friedensbildung geschieht. Denn Friedensbildung ermöglicht den Erwerb von Kompetenzen für einen individuellen Friedensdienst als Baustein für gesellschaftliche Friedensprozesse und ist so grundlegender Bestandteil des christlichen Friedensauftrags – wie es in der Friedensdenkschrift in einem der Grundsätze heißt: „Wer den Frieden will, muss den Frieden vorbereiten.“
Ziel des Projektes "Friedensbildung, Bundeswehr und Schule", welches die EAK gemeinsam mit der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden durchführt, ist, dass in Schulen in Deutschland Friedensbildung im Unterricht stattfindet. Frieden wird dabei verstanden als ein zielgerichteter, dynamischer Prozess zur Überwindung von Ungerechtigkeit, Not, Gewalt, Angst und Unfreiheit. Frieden ist also mehr als die Abwesenheit von Krieg und mit militärischen Mitteln nicht zu erreichen.
Friedensbildung i.S. des Projektes informiert über Möglichkeiten der Gewaltfreiheit und des konstruktiven, zivilen/gewaltfreien Umgangs in gesellschaftlichen und internationalen Konflikten und regt an zur kritischen Reflektion militärischer Einsätze in Konflikten und Krisen. Dabei dient das Projekt auf dem Hintergrund der Kooperationsvereinbarungen zwischen Bundeswehr und Kultusministerien auch dem Ziel, gegenüber den Besuchen der Jugendoffiziere in den Schulen für eine Alternative aus dem Bereich der Friedensbildung zu sorgen.
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