Aktuelles

Pfarrer Horst Scheffler ist von der Mitgliederversammlung der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) in Wiesbaden in seinem Amt als Vorsitzender einstimmig bestätigt worden. Scheffler steht seit 2007 an der Spitze des evangelischen Friedensverbandes, dem insgesamt 32 Organisationen und Institutionen angehören, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Arbeitsprogrammen im In- und Ausland Friedensarbeit leisten.

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Die evangelische Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat sich für eine Politik ausgesprochen, die sich von der Vorrangstellung von Militär, Waffen und Gewalt löst und einer nachhaltigen Friedenslogik folgt. In einer von der Mitgliederversammlung der AGDF in Wiesbaden verabschiedeten Resolution fordert der Friedensverband einen vollständigen Stopp der von Deutschland ausgehenden Rüstungsexporte, auch der bereits genehmigten, außerdem einen konsequenten Einsatz für Abrüstung, auch bei Nuklearwaffen, sowie die Bereitschaft zu einseitigen Schritten bei der Abrüstung.

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Wo gibt es Lebens-Räume für den Frieden? Wie können diese aussehen und gestaltet werden? Und wie können diese Räume vielleicht die Kirche verändern? Mit diesen Fragen beschäftigte sich ein gemeinsamer Workshop der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) in Mainz.

Lesung, Workshop, Festival Mittwoch 21. September 11:00 - 17:00 Den Haag Innenstadt

Mit zahlreichen Aktivitäten feiert Den Haag vier Tage lang den Internationalen Tag des Friedens der Vereinten Nationen. So können Sie während des Just Peace Festivals am Friedenslauf teilnehmen und sich an musikalischen Auftritten erfreuen. Exklusiv am Haager Internationalen Tag der offenen Tür erhalten Interessenten einen Einblick in einige internationale Organisationen, darunter den Internationalen Strafgerichtshof und den Friedenspalast (Vredespaleis). Für Kinder gibt es diverse interaktive Kurse.

Aus Krisen nichts gelernt - Friedensförderung und Krisenprävention kein Schwerpunkt im Bundeshaushalt 2017

Mit massiver Gewalt ausgetragene Konflikte in vielen Regionen der Erde waren auch im letzten Jahr zentrale Herausforderungen für die Politik. Von der Notwendigkeit der Krisenbewältigung insbesondere der Fluchtursachenbekämpfung ist allerorts die Rede. Langsam setzt sich die Einsicht durch, dass eine langfristig ausgerichtete Krisenprävention wesentlicher Bestandteil deutscher Politik sein muss.
Auch Deutschland selbst ist nicht gegen eine Entwicklung gefeit, die zunehmendes Gewaltpotential in der eigenen Gesellschaft offenbart: Menschenverachtende Gewalttaten gegen Geflüchtete, offensichtlicher Rassismus und soziale Exklusion sind keine randständigen Phänomene mehr.

"Was ist zu tun?" ist eine häufig gestellte Frage der letzten beiden Jahre:

Mit der Zustimmung zur Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung, die erstmals Erfordernisse des innerstaatlichen, internationalen und globalen Handelns sowohl im "Norden" als auch im "Süden" definiert, setzte die deutsche Regierung einen klaren Rahmen: Menschen, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft sind unteilbar miteinander verbunden. Die Einbeziehung aller Ressorts ist zur Umsetzung der 17 Ziele erforderlich. Der Beteiligung der Zivilgesellschaft wird eine zentrale Rolle zugemessen. Dass es Zeit wird, neue Wege zu beschreiten, machte auch die schon Ende 2014 von der Bundeskanzlerin und dem Entwicklungsminister vorgestellte Zukunftscharta deutlich.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie unter: friedensdienst.de.

Konsortium Ziviler Friedensdienst

Erfahrungen aus dem ZFD zeigen, dass Frieden vor Ort entsteht. Dazu braucht es eine starke Zivilgesellschaft, die politisch und mit Fachwissen in ziviler Konfliktbearbeitung gestärkt werden muss. Für nachhaltigen Frieden sind langfristige Engagements und Planungssicherheit vonnöten. Krisenreaktionen und Sonderinitiativen greifen meist zu kurz.

„Frieden wird vor Ort gemacht“, erläutert Jürgen Deile, Sprecher des Konsortiums ZFD. „Die Zivilgesellschaft spielt dabei eine besondere Rolle. In fragilen und von Konflikten betroffenen Regionen sind es die Menschen an der Basis, die Frieden erwirken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Unsere Aufgabe ist es, diesen Menschen an der Seite zu stehen und ihre Organisationen zu stärken.“

Den vollständigen Text finden Sie unter: www.evangelische-friedensarbeit.de

Äußerst kritisch sieht die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) die beim Sondergipfel in Bratislava diskutierten Pläne der Europäischen Union zu einer Umstrukturierung der europäischen Sicherheitspolitik. „Mit der Vorstellung einer Militärunion rennt die EU in eine Sackgasse“, ist Jan Gildemeister überzeugt. Der AGDF-Geschäftsführer warnt vor allem davor, die schon bestehenden Ansätze einer europäischen zivilen Konfliktbearbeitung dem Militär unterzuordnen.

Zum EU-Sondergipfel im slowakischen Bratislava hatten Deutschland und Frankreich einen Vorschlag zur „Neubelebung der gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik“ vorgelegt, bereits im Sommer veröffentlichte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini ein Strategiepapier zur Neuordnung der EU-Sicherheitspolitik. „Anscheinend ist jetzt nach dem Brexit und den Diskussionen um die Flüchtlingsarbeit die Sicherheits- und Verteidigungspolitik der kleinste gemeinsame Nenner, auf den sich die EU-Staaten noch einigen können“, kritisiert Jan Gildemeister.

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Die Evangelische Kirche in Deutschland hat sich durch ihren Militärbischof Dr. Sigurd Rink und den Beauftragten für Friedensarbeit, Pastor Renke Brahms offiziell zum Weißbuch 2016 der Bundesregierung geäußert: In Berlin erläuterten beide vor Journalisten einen gemeinsamen Text "Zu viel Sicherheit, zu wenig Frieden". Brahms würdigte den breit angelegten Beteiligungsprozess mit sicherheitspolitischen und verteidigungspolitischen Aspekten (comprehensive Approach). In der Stellungnahme heißt es wörtlich: "Auch Grundanliegen evangelischer Ethik sind mitgehört worden": Orientierung an der internationalen Rechtsordnung und der Ausrichtung auf eine nachhaltige Entwicklung.

Die Kirchen sollen sich verstärkt in die gesellschaftliche Debatte um den Frieden einbringen und sich dabei für eine Stärkung ziviler statt militärischer Lösungen von Konflikten stark machen. Dies betonten die Teilnehmer am Ökumenischen Forum „Gewaltfrei für den Frieden – Die militärische Logik überwinden“ in Hannover, zu dem der Arbeitskreis Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen eingeladen hatte.

Für ein rasches Umdenken in der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik hat sich die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) eingesetzt. Dazu gehöre das Eintreten für eine gewaltfreie Konflikttransformation ohne Wenn und Aber und der Abschied von einer egoistischen Machtpolitik, betonte AGDF-Geschäftsführer Jan Gildemeister (Bonn) auf dem Studientag „Gewaltfrei für den Frieden – Die militärische Logik überwinden“ des AK Gerechtigkeit, Frieden, Schöpfung bewahren der Konföderation evangelischer Kirchen Niedersachens in Hannover.

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