Einige Mitglieder der EAK, Mainz 2011

Über uns

Die EAK ist der zentrale Ort für den Austausch, die Vernetzung und den Dialog der Beauftragten und Vertreter/innen für Friedens- und KDV-Arbeit aus den evangelischen Landeskirchen und Freikirchen sowie kirchlichen Verbänden. Durch ihre Umbenennung im Frühjahr 2011 in „Evangelische Arbeitsgemeinschaft Kriegsdienstverweigerung und Frieden“ trägt sie der Erweiterung ihrer Aufgaben im Bereich der Evangelischen Friedensarbeit Rechnung. Grundlage ihrer Arbeit ist die christliche Absage an Krieg und Gewalt. „Alle Menschen, die den Kriegsdienst aus Gewissensgründen verweigern, müssen geschützt werden und dürfen des Schutzes und der Fürsprache der Kirche gewiss sein.(Beschluss des Rates der EKD vom 7. Dezember 1951)" Die EAK orientiert sich an dieser grundlegenden Zusage des Rates der EKD und unterstützt durch ihre Beratungsarbeit Soldatinnen und Soldaten in ihren Kriegsdienstverweigerungsverfahren in Deutschland und Europa. Die EAK nimmt innerhalb der evangelischen Friedensarbeit zwei zentrale Aufgaben wahr. Erstens ist sie der Dachverband der landeskirchlichen Arbeitsstellen für Friedens- und KDV-Arbeit. Zweitens ist sie im Auftrag ihrer Mitglieder innerhalb der evangelischen Kirchen in Deutschland zentrale Ansprechpartnerin im Bereich der Friedens- und Gewissensbildung. Sie vernetzt diese und vertieft deren Friedensarbeit vor Ort durch Impulse im Bereich der Projekte der Friedensbildung, Studientage für die ehrenamtlichen Beauftragten für Friedensarbeit und Qualifikationsangebote in den Landes- und Freikirchen sowie in den Kirchenkreisen.

Beitrag von Wolfgang Geffe zur "Passivität" der Pazifisten
News 10.2.2012

Wolfgang Geffe, stellvertr. Vorsitzender der EAK und Beauftragter für Friedensarbeit der Ev. Kirche in Mitteldeutschland hat auf www.eak-online.de einen Text zur gelegentlich unterstellten "Passivität" der Pazifisten geschrieben.

Der Titel seines Beitrages „Gewaltfreiheit ist der Gipfel der Tapferkeit“ bezieht sich dabei auf den Ausspruch von Mahatma Gandhi: "Gewaltfreiheit ist der Gipfel der Tapferkeit. Ich hatte keine Schwierigkeiten, Leuten, die in der Schule der Gewalt aufgewachsen waren, die Überlegenheit der Gewaltfreiheit zu beweisen. Als Feigling, der ich jahrelang war, hielt ich mich an Gewalt. Ich begann Gewaltfreiheit erst zu schätzen, als ich meine Feigheit aufgab." Unter: „Gewaltfreiheit ist der Gipfel der Tapferkeit“ finden Sie den vollständigen Text.

Wolfgang Geffe
Neuer Text der Quäker zum Menschenrecht KDV
News 16.1.2012

Im November vergangen Jahres hat Rachel Brett aus dem Quaker United Nation Office in Genf die Broschüre International Standards on Conscientious Objection to Military Service in aktualisierter Form vorgelegt.

Die Broschüre von Rachel Brett beschreibt unter anderem Internationale Menschenrechtsstandards für das Recht auf KDV aus Gewissensgründen. Der Text kann unter Quaker United Nations Office - Conscientious Objection 2011 abgerufen werden.

Säkular oder sakral?
News 14.12.2011

Zehn Jahre haben sich die Kirchen während der weltweiten Dekade zur Überwindung von Gewalt dafür eingesetzt, den Geist, die Logik und die Praxis der Gewalt theologisch zu delegitimieren.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) spricht sich in ihrer Friedensdenkschrift „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ deutlich für die vorrangige Option der Gewaltfreiheit aus und setzt dem rechtserhaltenden militärischen Gewaltgebrauch enge Grenzen. Daneben gehört es zur außen- und sicherheitspolitischen Maxime in Deutschland, die sicherheitspolitischen Interessen auch unter Androhung und Ausübung militärischer Gewalt durchzusetzen. Seit mehr als 10 Jahren befinden sich deutsche Soldaten im Auslandseinsatz und die Bundeswehr wird zu einer "Armee im
Einsatz" umgestaltet. In Afghanistan sterben deutsche Soldaten in einem Konflikt, der inzwischen auch als Krieg oder kriegsähnlicher Zustand bezeichnet wird. An den öffentlichen Trauerfeiern für die Gefallenen nimmt die Kirche teil. Bietet sie auch damit die religiöse Sinnstiftung für einen Einsatz, deren Sinn viele bezweifeln? Welche Erwartungen an die Kirche hat hier der säkulare Staat? Welche Aufgaben übernimmt dabei die Kirche? Im Anschluss an die Arbeitstagung der Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD laden wir am 24. und 25. Januar 2012 zu einem ersten theologischen Studientagung.