Die EAK ist der zentrale Ort für den Austausch, die Vernetzung und den Dialog der Beauftragten und Vertreter/innen für Friedens- und KDV-Arbeit aus den evangelischen Landeskirchen und Freikirchen sowie kirchlichen Verbänden. Durch ihre Umbenennung im Frühjahr 2011 in „Evangelische Arbeitsgemeinschaft Kriegsdienstverweigerung und Frieden“ trägt sie der Erweiterung ihrer Aufgaben im Bereich der Evangelischen Friedensarbeit Rechnung. Grundlage ihrer Arbeit ist die christliche Absage an Krieg und Gewalt. „Alle Menschen, die den Kriegsdienst aus Gewissensgründen verweigern, müssen geschützt werden und dürfen des Schutzes und der Fürsprache der Kirche gewiss sein.(Beschluss des Rates der EKD vom 7. Dezember 1951)" Die EAK orientiert sich an dieser grundlegenden Zusage des Rates der EKD und unterstützt durch ihre Beratungsarbeit Soldatinnen und Soldaten in ihren Kriegsdienstverweigerungsverfahren in Deutschland und Europa. Die EAK nimmt innerhalb der evangelischen Friedensarbeit zwei zentrale Aufgaben wahr. Erstens ist sie der Dachverband der landeskirchlichen Arbeitsstellen für Friedens- und KDV-Arbeit. Zweitens ist sie im Auftrag ihrer Mitglieder innerhalb der evangelischen Kirchen in Deutschland zentrale Ansprechpartnerin im Bereich der Friedens- und Gewissensbildung. Sie vernetzt diese und vertieft deren Friedensarbeit vor Ort durch Impulse im Bereich der Projekte der Friedensbildung, Studientage für die ehrenamtlichen Beauftragten für Friedensarbeit und Qualifikationsangebote in den Landes- und Freikirchen sowie in den Kirchenkreisen.
Insbesondere der Weiterverkauf von Waffen seitens der Empfängerstaaten könne nur schwer verhindert werden, so die Bischöfe weiter. «Es besteht berechtigter Grund zu der Sorge, dass Waffen aus deutscher Produktion in einer nicht geringen Zahl von regionalen Auseinandersetzungen und Bürgerkriegen zu tödlichem Einsatz kommen», heißt es in dem Brief.
Hein und Algermissen weisen darauf hin, dass eine deutliche Abkehr von dem Grundsatz, deutsche Waffen nicht in Spannungsgebiete zu liefern, festzustellen sei. Dem müsse Einhalt geboten werden. Die Grundsätze der Genehmigung von Rüstungsexporten müssten restriktiv angewendet und Waffenlieferungen in Krisengebiete wie den Nahen und Mittleren Osten, nach Südasien und Südostasien gestoppt werden. Das bevorstehende Pfingstfest mahne dazu, die Hoffnung auf Frieden nicht im Abstrakten zu belassen, sondern ihr eine konkrete Gestalt zu geben, schreiben die Bischöfe.
epd lmw
